 |
 |
 |
|
 |
Aktuelles
 |
 |
|
20 Jahre MIT Brandenburg - Dr. Josef Schlarmann und Andreas Sobotta referieren 28.04.2010 | |
 |
| |
In der Backstube der Gaststätte Zur Goldenen Kartoffel in Prötzel nahe Strausberg war am Montagabend zahlreiche Prominenz zusammengekommen. Horst Tarnawski hatte einerseits zur turnusgemäß anstehenden Mitgliederversammlung der MIT Märkisch Oderland als auch zum 20-jährigen Bestehen der Landesvereinigung der MIT Brandenburg eingeladen.
So waren unter anderen der Einladung gefolgt der Bundestagsabgeordnete Hans-Georg von der Marwitz, der Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU/CSU, Dr. Josef Schlarmann aus Hamburg, der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung, Hans-Dieter Lehnen aus Berlin und der Hauptgeschäftsführer der Niedersachsen-MIT, Andreas A. Sobotta aus Hannover, der von 1993 bis 1994 Landesgeschäftsführer der Brandenburger MIT gewesen ist. Andreas Sobotta erinnerte: 1990 wurde die MIT in Brandenburger gegründet. Genauer gesagt am 21. Februar 1990. Die Brandenburger MIT war eine der ersten in den neuen Bundesländern überhaupt. 15 Jahre sind gesellschaftspolitisch schon fast eine Generation. Also sind 20 Jahre eine lange Zeit.
Er zitierte dann aus dem Redeentwurf des Landesvorsitzenden der CDU Mittelstandsvereinigung anlässlich des CDU Landesparteitages am 28. Mai 1994 in Strausberg und erhielt wegen der andauernden Aktualität zustimmenden Beifall: Fairerweise muss man sagen, dass es naturgemäß nicht für alles einvernehmliche Lösungen gibt. Es kann einfach nicht allen recht gemacht werden. Jede Entscheidung für etwas, bedingt gleichzeitig etwas anderes, alternatives abzulehnen. Die Mittelstandsvereinigung meint daher, dass die beste Wirtschaftspolitik eine bessere Mittelstandspolitik ist.
Die Mittelstandsvereinigung sieht letztlich vier Felder, die die wirtschaftliche Situation Brandenburgs verbessern nachhaltig verbessern können:
1. mehr Unternehmer, mehr Mittelstand
2. mehr Bauindustrie, Baugewerbe und Baunebengewerk
3. mehr High-Tech- und Innovationseinrichtungen
4. mehr Betriebe, die im Umweltschutzbereich tätig sind.
Brandenburg darf aber andererseits nicht nur ökologisch ein Musterland sein. Brandenburg muss gleichsam über die ökonomischen Voraussetzungen verfügen; denn Umweltschutz kostet Geld. Geld wird aber nicht gedruckt, sondern Geld für teure Maßnahmen muss erst verdient, bzw. erwirtschaftet werden.
Horst Tarnawski stellte den Bundesvorsitzenden der MIT, Dr. Josef Schlarmann mit der Randbemerkung vor: Als promovierter Jurist, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer fehlten ihm nur noch einige Ehrentitel wie zum Beispiel: Schärfster Kritiker Merkels, Verfechter der sozialen Marktwirtschaft. Diese Titel habe er sich durch klare Aussagen, wie sie in der Politik wohl eher selten vorkommen, verdient.
Der Bundesvorsitzende der MIT brachte darauf ein beredtes Beispiel: Von 2005 bis 2008 habe sich das Steueraufkommen von 400 Mrd. auf 500 Mrd. Euro/Jahr erhöht. Das Bruttosozialprodukt sei um 2 Prozent pro Jahr gestiegen, der Fiskus habe seinen Teil um 5 Prozent pro Jahr erhöht. Trotzdem habe der Staat keine öffentlichen Schulden abgebaut.
Der Mittelstand habe hingegen in dieser Zeit Rücklagen angelegt. In den Jahren 2009/2010 werde der Staat (geschätzt) je 50 Mrd. Euro weniger einnehmen. Trotzdem würden Milliardenbeträge in Höhe eines Jahressteueraufkommens innerhalb Wochenfrist als Hilfe für Banken zugesagt. Doch die eigentliche Krisenbewältigung findet in den Betrieben statt, in erster Linie im mittelständischen Bereich, nicht in der Politik, betonte Dr. Josef Schlarmann. Sparen und Umsetzung eines Wachstumsprogramms seien eine Einheit. Um diese Sichtweise müssten die Mittelständler kämpfen. Es gehe um eine Senkung der Steuern, der Bürokratie, der Sozialabgaben und das Sparen in den öffentlichen Haushalten.
Bei der Wahl des neuen Vorstandes wurden einmütig Horst Tarnawski als Vorsitzender, Dr. Michael Jochemczyk und Uwe Bendel als seine Stellvertreter bestimmt.
Bild und Text: Dr. Ralph Donath, BAB Lokalanzeiger (www.bab.de), Buchholz bei Altlandsberg
|
 |
 |
 |
|
 |
 |
Zurück zur Liste
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
| |
Voting-Umfrage
(Bitte nehmen Sie auch an unserer detaillierten Umfrage teil!)
Wie benoten Sie die Mittelstandspolitik der CDU geführten Bundesregierung?
| sehr gut |  
13,11% |
| gut |  
8,59% |
| befriedigend |  
7,49% |
| ausreichend |  
6,28% |
| mangelhaft |  
17,62% |
| ungenügend |  
46,92% |
|
|
 |
 |
 |
 |
|
|  |