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  Grubenfahrt in Marl - Ein- und Ausfahrt ohne Vorkommnisse  23.06.2010
 
Grubenfahrt in Marl - Ein- und Ausfahrt ohne VorkommnisseBergwerksdirektor Jürgen Kroker und Jürgen Scholle vom Besucherdienst der RAG Zeche Auguste-Victoria nahmen sich den elf Vertretern der MIT der Bundes-, Niedersachsen- und Meppener Kreis-MIT kürzlich in Marl im Landkreis Recklinghausen an.

Die Grubenfahrt war auf Initiative des Meppener Kreisvorsitzenden, Günter Reisner, der auch Mitglied im MIT-Bundesvorstand und Mitglied der Bundeskommission Energie und Umwelt ist, zustande gekommen.

Die Steinkohle, so Bergwerksdirektor Kroker, sei neben dem Erdöl der wichtigste Energieträger. Die Steinkohle leiste einen hohen Beitrag zur Energieversorgung Deutschlands. Die RAG-Stiftung teile sich in EVONIK Industries mit 74,99 Prozent und RAG mit verbleibenden 25,01 Prozent auf.

Die Zeche Auguste-Victoria beschäftigt fast 4.000 Mitarbeiter. Die Jahresförderung beläuft sich auf etwa 3,1 Millionen Tonnen. Die größte Teufe liegt bei 1.240 Metern. Das Bergwerk verfüge neben der Zeche Prosper Haniel keinen Stilllegungsbeschluss.

Das Bergwerk ist ein Beweis von Tradition und Moderne. Auch sieht sich das Bergwerk dem Umweltschutz, der Natur und der Region verbunden. Das Bergwerk sei ein hohen Wirtschaftsfaktor.

Die Grubenfahrer besichtigten die untertägigen Bergwerksaktivitäten und waren erstaunt über den Einsatz von modernster Technik und dem massiven Einsatz von Material. Mit der so genannten Dieselkatze wurde ein- wie ausfahren.

In der Abschlussbesprechung ging Günter Reisner auf das aktuelle Energiepolitische Papier der Bundeskommission Energie und Umwelt ein, das kurz vor der Verabschiedung stehe.

Kohle sei in Deutschland noch für mehrere Jahrhunderte in ausreichendem Maße vorhanden. Braunkohle sei wettbewerbsfähig und werde in Deutschland nicht subventioniert. Die deutsche Steinkohle habe allerdings nur dann einen festen Platz im Energiemix, wenn sie langfristig ohne Subventionen auskomme.

Bei der CCS-Technologie müsse sichergestellt werden, dass das verpresste CO2 auch in der Erde verbleibt, da ansonsten folgende Generationen mit dem eventuellen Ausströmen des CO2 unverhältnismäßig belastet würden. Es sei erforderlich, die gesetzliche Grundlage für CCS zu schaffen.


Copyright Foto: Andreas A. Sobotta, Hannover
 

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