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Aktuelles
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MIT Bezirksvorstand Hannover tagt in Altwarmbüchen - Dr. Josef Schlarmann referiert 24.09.2011 | |
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Es war ein munteres Programm, dass der Bezirksvorstand der MIT Hannover kürzlich in Isernhagen-Altwarmbüchen im Hotel Hennies absolvierte. Neben den originären Vor-standsmitgliedern waren auch die Vorstände aller im Be-zirksverband ansässigen Gliederungen geladen, umso die verbandsinternen Kontakte intensivieren zu können.
Sascha Franke stellte den neuen Internetauftritt der MIT Hannover vor. Coachingexpertin Claudia Kreysel informierte über die geplante Einführung des Unternehmerpreises, der 2012 zum ersten Mal ausgereicht werden und Willi-Heineking-Preis heißen soll.
Besonders begrüßte der MIT Bezirksvorsitzende Dietmar Reddig den MIT Bundesvorsitzenden, Dr. Josef Schlarmann.
Die MIT Verbände vor Ort werden in der kommenden Zeit an Bedeutung gewinnen, so Schlarmann. Es sei damit zu rechnen, dass die Freiräume auf Bundesebene aufgrund der politischen Konstellation geringer ausfallen könnte.
Gesellschaftlich habe das Internet an Bedeutung gewonnen, so der Bundesvorsitzende. Dies hätten die Erfolge der Piratenpartei bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus deutlich gezeigt. Das Internet sei ein Netzwerk, in dem Mei-nungen vertreten, nicht aber Meinungen verbreitet werden.
Die Soziale Marktwirtschaft sei kein Wirtschafts- sondern vielmehr ein Wertemodell.
Die heutige Politik steuert durch Krisen, ordnet aber nicht mehr nach ordnungspolitischen Gesichtspunkten.
Neben der notwendigen Solidarität brauche die Gesellschaft auch eine notwendige Freiheit. Die Freiheit sei in zentralisti-schen Staaten wie Frankreich weniger stark entwickelt. Für Deutschland gelte, dass die Politik Leitplanken zu setzen ha-ben, zwischen denen man sich bewegen könne.
Das Triple-A Rating Deutschland sei in erster Linie durch den krisenresistenten Mitteltand gewährleistet. Gerade der Mit-telstand habe in den aktuellen Krisenzeiten seine Eigenkapi-talbasis erhöhen können. Deshalb komme der deutsche Mit-telstand besser durch die Krise als andere.
Deutschland sei weitestgehend sich - nicht wegen des Schul-denstandes, sondern durch die Leistungsfähigkeit des Landes an sich. Nichtsdestotrotz habe man in Deutschland über seine Verhältnisse gelebt.
Schlarmann nannte das Beispiel, dass Behörden ab 800 Mitar-beitern keine Außenkontakte mehr benötigten, um für sich vollbeschäftigt zu sein.
In der öffentlichen Wahrnehmung gebe es massenhaft Vorur-teile gegenüber der Wirtschaft. Konzernvorstandsmitglieder seien durchaus mit Staatssekretären vergleichbar. Beide trü-gen keine unmittelbare persönliche Verantwortung und beide handtierten mit anderer Leute Geld.
Das Ordnungsmodell der Marktwirtschaft müsse in Deutsch-land bleiben, so Schlarmann. Zurzeit sei aber ein Erosionspro-zess im Gange. Die Realität habe sich von den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft mittlerweile schon weit entfernt.
In der Union sei strittig, ob die Vereinigten Staaten von Europa oder aber ein europäischer Staatenbund das Ziel sei. Unab-hängig davon sei der Kompetenzhunger der Europäischen Union unbegrenzt.
Schlarmann gibt noch auf die Regierungssituation in Berlin ein. Seit den Landtagswahlen in NRW in 2010 habe die Union faktisch keine Mehrheit mehr. Deutschland sei wieder in der Großen Koalition angekommen, indem die Regierung auf die SPD oder die Grünen zugehen müsse, um Mehrheiten im Bun-desrat generieren zu können.
Da die MIT die letzte Bastion sei, die sich inhaltlich und pro-grammatisch zu den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft bekenne, werde er - Schlarmann - erneut für den MIT Bundes-vorsitz in Deggendorf kandidieren.
Copright Foto: Andreas A. Sobotta, Hannover
Text Foto (vl.n.r.): Sascha Franke, Dr. Josef Schlarmann, Claudia Kreysel, Dietmar Reddig und Hartmut Valentin.
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