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Aktuelles
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MIT Braunschweig bei Kunstverein Braunschweig 01.02.2010 | |
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Es war ein Super-Abend befanden am Ende der Veranstaltung die etwa 50 Mitglieder der MIT, die am 26. Januar 2010 zusammen mit Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft als Gäste des Braunschweiger Kunstvereins in die Villa Salve Hospes gekommen waren.
MIT-Vorsitzende Sabine Kleinke freute sich, mit dem Vorstandsvorsitzenden des Kunstvereins, Dr. Bernd Huck, Erinnerungen an die gemeinsame Zeit in der CDU austauschen zu können. Dr. Huck, der vielen Gästen noch aus seiner Zeit als Vorstandsvorsitzende des CDU-Kreisverbands Braunschweig bekannt ist, hielt die Einführungsrede. Er verwies auf die kunsthistorische Bedeutung der klassizistischen Villa, die noch die originale Innenausstattung des Architekten Peter Joseph Krahe aufweist - für Deutschland eine Rarität. Der 1832 gegründete Kunstverein gehörte zur kulturellen Avantgarde der damaligen Zeit und spielt auch heute in der Ersten Liga der Kunstvereine in Deutschland mit.
Hilke Wagner und Katrin Meder führten die in zwei Gruppen aufgeteilten Gäste durch die laufenden Ausstellungen. Es ergaben sich lebhafte und kontroverse Dis-kussionen über die ausgestellten Kunstwerke.
Björn Braun, der dieses Jahr den Kunstpreis der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken erhalten hat, schafft Metamorphosen mit dem Schnellkochtopf. Der Eierkarton, der früher ein Vogelnest war, provozierte spontane Stellungnahmen vielfältigster Art. Das Vogelhaus am offenen Fenster sorgte - in einer der kältesten Nächte des Winters - für emotional geprägte Äußerungen zum Energieverbrauch und zur Frage, ob das Vorgehen von Braun akzeptabel sei. Ein poetisch anmutendes Exponat ist der mit Kuckucksfedern gefütterte Pullover.
Der große Saal der Villa dient der Präsentation von Nestern, für die der Künstler seine Zebrafinken hat arbeiten lassen, und zwar mit verschiedensten Materialien.
Grosses Interesse weckten auch die Jahresgaben des Kunstvereins: So wurden vor allem die aus Bronze gegossenen Schuhe von Tatiana Trouvé im Detail betrachtet und heftig über die Differenz zwischen Produktionskosten und Verkaufspreis diskutiert. Nicht ohne Interesse blieb die Radierung von Andreas Eschment, die Der Brand des Großen Kaufhauses zu Braunschweig am 13. März 2017 betitelt ist. Allgemeiner Favorit war der Fotodruck von Marine Hugonnier, der einen Sonnenuntergang an der Datumsgrenze in Alaska zeigt: Einen Blick in die Zukunft, sozusagen (Towards Tomorrow).
In ihrem Vortrag Kunst zwischen Markt und Celebrity-Kultur beleuchtete Hilke Wagner, die Direktorin und künstlerische Leiterin des Kunstvereins, das Spannungsfeld, in dem sich zeitgenössische Künstler bewegen. Ihr von persönlichen Erfahrungen geprägter Vortrag, angereichert mit Beispielen aus dem internationalen Kunstbetrieb, in dem auch Plagiat und Diebstahl eine Rolle spielen, zeigte, wie die Inszenierung von Skandalen oder Provokationen benutzt wird, um sich einen Namen zu machen. Auch die demonstrative Ablehnung des Marktes ist eine Methode, den Markt zu bedienen. Anfänge, zeigte Hilke Wagner in einem Rückgriff auf das 19. Jahrhundert, sind schon dort zu finden.
Für das leibliche Wohl der Gäste sorgte Fleischermeister und MIT-Mitstreiter Uwe Zimmer. Herr Böhke stellte sich als neues Mitglied der MIT vor. Sein Beratungsunternehmen für Finanzinvestitionen ist zugleich Fördermitglied des Kunstvereins.
Die MIT-Vorsitzende hat mit ihrem Dank an die Gastgeber zugleich ihre Beitrittserklärung zum Kunstverein abgegeben. Ein erneuter Besuch der MIT im Sommer wird intensiv erwogen.
V.i.S.d.P.:
Dr. Ingeborg Göbel, Christel Böwer, Sprecherin der MIT Braunschweig
von links nach rechts: Sabine Kleinke (MIT), Dr. Ingeborg Göbel (MIT), Iris Schneider, Kathrin Meder (beide Kunstverein Braunschweig)
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