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MIT Braunschweig - Kredit contra Beteiligung? 19.02.2010 | |
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Kürzlich trafen sich Mitglieder und Freunde der MIT Braunschweig zu einem Informationsaustausch zum Thema alternative Finanzierungsinstrumente. Als Referent geladen war Georg Henze, Leiter der Finanzierungsberatung der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) und Geschäftsführer der Kapitalbeteiligungsgesellschaft Niedersachsen mbH.
Stichwort Eigenkapital.
Für Unternehmen ist es gerade in der aktuellen Zeit schwierig, die Eigenkapitaldecke zu erhalten bzw. zu erhöhen. In Zeiten stagnierender oder rückläufiger Umsätze und damit Erträge ist es schwer, Kapital zurückzulegen. Eine Studie der KfW Bankengruppe aus dem Jahr 2009 zeigt, dass die Eigenkapitalquote nach einer Steigerung (1998 bis 2007) um acht Prozentpunkte auf 25,5 Prozent in der Wirtschaftkrise wieder deutlich gesunken ist. Folge ist eine Zurückhaltung bei der Kreditvergabe durch die Banken, die schlechtere Noten bei der Beurteilung der Bonität im Rahmen des Ratings ausstellen.
Nach der Begrüßung durch Frau Böwer stellt Henze Lösungsansätze vor.
Eine Lösung ist die Finanzierung durch Beteiligungskapital als Risikokapital, das unter bestimmten Voraussetzungen bei einem Rating als eigenkapitalähnlich angesehen wird und damit ein besseres Ergebnis bei der Beurteilung der Bonität nach sich zieht, so Henze. Es handelt sich bei diesem Finanzierungsinstrument für hauptsächlich Klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) um eine klassische Beteiligung, sowohl als offene als auch als stille Beteiligung.
Die NKB (Kapitalbeteiligungsgesellschaft Niedersachsen mbH) wurde im Februar 2009 gegründet und ist seit August 2009 aktiv am Markt tätig.
Investoren, die mit Kapital, Kontakten und Know-How den Unternehmern zur Seite stehen möchten, lernen diese im Rahmen eines Matching Abends kennen. Unternehmer haben die Gelegenheit, ihr Unternehmen vorzustellen sowie deren Perspektiven aufzuzeigen. Bisher wurden 8 Matching Abende mit 500 Teilnehmern durchgeführt, auf denen sich 42 Unternehmen präsentiert haben. Neun Beteiligungen konnten daraus generiert werden, so Henze über den bisherigen Erfolg der NKB.
Die Laufzeit einer Beteiligung beträgt mindestens sieben Jahre, der zu leistende Kapitaldienst (Zins und Tilgung) ist deutlich geringer als bei einer klassischen Kreditfinanzierung, weil die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals am Ende der Laufzeit (nach sieben bis zehn Jahren) erfolgt.
Zudem werden anders als bei der Kreditvergabe keine dinglichen Sicherheiten verlangt, lediglich ein Jahresgehalt des Geschäftsführers dient bei einem möglichen Ausfall der Forderung als Sicherheit. Somit stehen dem Unternehmen diese Sicherheiten für eine Kreditaufnahme bei der Hausbank weiterhin zur Verfügung.
Ein weiterer Vorteil ist die Eigenkapitalähnlichkeit der Beteiligung, die zu einem besseren Rating durch die höhere Eigenkapitalquote und damit zu günstigeren Konditionen bei der Kreditvergabe führt. Beide Vorteile erleichtern den Unternehmen zum einen den Zugang zum Kapi
Insgesamt wurde mit der Beteiligungsfinanzierung der NKB ein wichtiges Instrument für mittelständische Unternehmen geschaffen, um die Finanzierung gerade in Krisenzeiten ein Stück weit zu erleichtern.
Text: Christel Böwer
Foto: MIT Braunschweig
(v.l.n.r.) Christel Böwer, Oliver Schatta, Georg Henze und Sabine Kleinke, Kreisvorsitzende der MIT Braunschweig
Die Charts von Georg Henze finden Sie in dieser Datei:
Finanzierungsinstrumente (pdf)
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