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  MIT Oldenburg-Stadt besucht Großbaustelle Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven  27.04.2010
 
MIT Oldenburg-Stadt besucht Großbaustelle Jade-Weser-Port in WilhelmshavenKürzlich besuchte der Kreisverband der MIT Oldenburg-Stadt zusammen mit Vertretern der Bürgervereine der Stadt Oldenburg und der Interessengemeinschaft der Bahnanlieger in Oldenburg (IBO) die Stadt Wilhelmshaven. Ziel waren die Großprojekte Jade-Weser-Port und Neubau des Kohlekraftwerkes der Firma GDF Suez.



Am Fuße der Niedersachsenbrücke erläuterte ein Mitarbeiter der Firma Rhenus-Midgard den Neubau des Kohlekraftwerkes. Auch die Historie der Firma GDF Suez wurde beschrieben. Mit modernsten und innovativen Planungs- und Konstruktionsweisen entsteht hier ein hoch modernes Kraftwerk. Die Effizienz der Rauchgasreinigung ist so hoch, dass der Schornstein ca. 30 m niedriger gebaut werden kann, als der vorhandene des benachbarten Kohlekraftwerks.



Die Niedersachsenbrücke ragt ca. 1,5 km in die Nordsee. Am Brückenkopf landen die Kohleschiffe zur Versorgung der Kraftwerke an. Von dort hatten die Mittelständler einen hervorragenden Blick auf das aufgespülte zukünftige Hafenareal des Jade-Weser-Ports.



Die zukünftige Kaimauer mit 1,7 km Länge bietet Platz für vier hochmoderne Containerschiffe mit einem Ladevermögen von bis zu 15.000 Containern. Die Arbeiten der Baustelle befinden sich im Zeitplan. Wenn die Aufspülung beendet ist, wurden 43.000.000 Kubikmeter Sand bewegt. Der Jade-Weser-Port wird zukünftig über eine Gesamtfläche von 290 ha verfügen. Die Logistik wird hiervon ca. 160 ha beanspruchen.



Im Infocenter am Rande des Spülfeldes bekamen die Mittelständler und Gäste durch eine Führung weitere Informationen über moderne Containerschiffe und die Handelswege von Containern. Die Ausstellung lädt zum Ausprobieren und Anfassen ein. Dieses wurde vielfach wahrgenommen.



Anschließend besichtigten die Teilnehmer die neu errichtete Lärmschutzwand zum Schutz des Naturschutzgebietes vor Bahnlärm. Die Konstruktion zum Schutz der Rohrdommel ist an einigen Stellen großflächig zusammengefallen.



Im neu errichteten Hotel Columbia empfing der Präsident der Wilhelmshavener Hafenwirtschaftsvereinigung (WHV), Herrn John H. Niemann, die Mittelständler. Er berichtete leidenschaftlich und mit viel Herzblut von der Arbeit der WHV. Engagiert stellte er die verschiedenen Projekte Wilhelmshavener Firmen und den Jade-Weser-Port vor. Herr Niemann erwartet 2,7 Mio. Container im Jahr. Neben dem Seetransit werden 20 Prozent davon auf Lkw’s und 20 Prozent über die Bahn abtransportiert werden. Diese 20 Prozent bewirken ca. 1.500 Container pro Tag über Bahn und über Straße.



Der Jade-Weser Port wird ca. 1.000 Arbeitsplätze im Hafen bewirken und mindestens 1.000 weitere hafenabhängige Arbeitsplätze schaffen.

Weitere Projekte, wie z. B. der Neubau des Hotels Columbia wären ohne die Großprojekte in Wilhelmshaven nicht realisiert worden.



Dem hochinteressanten Vortrag schloss sich das traditionelle Schinkenbrotessen an, bevor sich die Mittelständler gut informiert auf den Rückweg machten.


 

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