Mittelstands- und Wirtschaftsunion besucht Hannoveraner Verband in Verden
Mit rund 20 Gästen war die MIT zu Gast beim Hannoveraner Verband. Im Mittelpunkt standen die internationale Bedeutung des Verbandes, seine wirtschaftliche Rolle für Niedersachsen sowie die politischen Rahmenbedingungen für Pferdezucht und Veranstaltungsstandorte.
An dem Austausch nahmen unter anderem MIT-Landesvorsitzender Holger Bormann, die agrarpolitische Sprecherin der MIT Niedersachsen Ellen Keck-Wolterding sowie der JU-Kreisvorsitzende Meiko Mindermann teil.
„Der Hannoveraner Verband ist ein echtes Aushängeschild für Niedersachsen. Von Verden aus geht eine Weltmarke in die ganze Welt. Hier verbinden sich Tradition, Unternehmertum, Landwirtschaft und internationale Strahlkraft – das ist Mittelstand im besten Sinne“, sagte Holger Bormann.
Mit rund 10.000 Mitgliedern, über 6.400 Züchtern und Fohlenregistrierungen in 25 Ländern zählt der Hannoveraner Verband zu den weltweit bedeutendsten Organisationen der Pferdezucht. Auktionen, Körungen und internationale Veranstaltungen sorgen zudem für erhebliche Wertschöpfung in der Region. Allein 2025 wurden 747 Pferde mit einem Gesamtumsatz von rund 16,85 Millionen Euro versteigert.
Die MIT Niedersachsen sieht deshalb Handlungsbedarf bei der Modernisierung der Veranstaltungsstätten in Verden. „Von Investitionen in den Standort profitieren nicht nur Pferdezucht und Pferdesport, sondern auch Hotellerie, Gastronomie, Handel, Handwerk und viele weitere Betriebe“, betonte Bormann. Das Land Niedersachsen solle deshalb bestehende Fördermöglichkeiten prüfen und den Standort auch ideell stärker unterstützen.
Wilken Treu, Geschäftsführer und Auktionsleiter des Hannoveraner Verbandes, begrüßte den Austausch: „Der Hannoveraner Verband steht für Tradition und Zukunft. Damit wir diese Rolle auch künftig gerecht werden, brauchen wir moderne Infrastruktur und verlässliche politische Rahmenbedingungen.“
Weitere Themen waren die steigenden Belastungen für Pferdehalter durch höhere Kosten, die Gebührenordnung für Tierärzte sowie die Auswirkungen des Wolfs auf die Pferdehaltung. Die MIT fordert hier praxistaugliche Lösungen und mehr Sensibilität für die Situation der Züchter.
„Der Hannoveraner verbindet Herkunft und Zukunft wie kaum eine andere Marke. Niedersachsen kann stolz auf diesen Standort sein. Wir werden seine Anliegen weiterhin politisch begleiten. Schließlich trägt Niedersachsen das Pferd im Wappen und stellt es auch in seiner neuen Imagekampagne in den Mittelpunkt. Deshalb muss Niedersachsen seinem Anspruch als Pferdestandort Nummer eins auch gerecht werden. Es reicht nicht, diesen Anspruch mit Slogans zu verkünden – den Worten müssen endlich Taten folgen“, fordert der Landesvorsitzende die Landesregierung auf.
