Nach dem Hormuz-Schock konnte der freie Fall der deutschen Wirtschaft abgewendet werden. Im Mittelstand haben die Umsätze zuletzt sogar etwas zugelegt, die Auftragsbücher der Unternehmen bleiben vergleichsweise gut gefüllt und es werden wieder mehr neue Unternehmen in Deutschland gegründet. Der Absturz des Geschäftsklimas bei KMU ist erst einmal aufgehalten. Allerdings bleibt die Lage dramatisch. Der Irankrieg erschütterte die Wirtschaft gewaltig.
Die erhöhten Spritpreise treiben Inflation und Produktionskosten, der Außenhandel ist deutlich beeinträchtigt. Das internationale Umfeld bringt immer mehr Unternehmen an die Belastungsgrenze. Hinzu kommen Arbeitskosten, die schneller steigen als das Preisniveau.
Zu viele Unternehmen müssen Insolvenz anmelden oder sehen sich in ihrer Existenz bedroht. Die Arbeitslosigkeit steigt und die Unternehmen planen weiteren Stellenabbau. Obwohl Investoren aus den
USA zuletzt wieder Vertrauen in den Standort Deutschland gewonnen haben, finden Auslandsinvestitionen immer seltener den Weg nach Deutschland. Die Regierung muss rasch die Zuversicht bei Investoren und Unternehmern im In- und Ausland stärken. Mit mutigen Reformen müssen Steuern, Lohnnebenkosten und Bürokratie gesenkt werden.
