Vor einer Woche traf der Landesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Niedersachsen, Holger Bormann, auf der Interschutz den Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen, Olaf Kapke, zu einem intensiven Austausch über die Zukunft des Ehrenamts und die Zusammenarbeit mit dem Mittelstand.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage, wie mittelständische Unternehmen die ehrenamtlichen Nachwuchskräfte in den Feuerwehren künftig noch besser unterstützen können und welche Synergien zwischen Wirtschaft und Ehrenamt geschaffen werden können.
Beide Gesprächspartner waren sich einig, dass sich der demografische Wandel in den kommenden Jahren auch deutlich auf die Feuerwehren und insbesondere auf das Ehrenamt auswirken wird. Um langfristig ausreichend Nachwuchs zu gewinnen und gesellschaftliches Engagement zu stärken, brauche es neue Ideen und stärkere Kooperationen.
Eine konkrete Idee aus dem Gespräch: gegenseitige Praktikumsangebote in mittelständischen Betrieben sowie in den Feuerwehren vor Ort. Dadurch könnten junge Menschen sowohl Einblicke in wirtschaftliche Abläufe als auch in das Ehrenamt erhalten und neue Perspektiven für ihre persönliche Entwicklung gewinnen.
Im Anschluss führte Olaf Kapke Holger Bormann über den stark besuchten und professionell umgesetzten Messestand des Niedersächsischen Innenministeriums und des Landesfeuerwehrverbandes. Besonders beeindruckt zeigte sich Bormann von den praxisnahen Demonstrationen rund um das Thema Hochwasser und Katastrophenschutz.
„Es war beeindruckend zu erleben, welche Kräfte Wasser entwickeln kann. In einer praktischen Übung konnte man sehen, ab welcher Wassermenge sich Türen kaum noch öffnen oder schließen lassen. Solche Erfahrungen schaffen Verständnis und Respekt für die Arbeit der Feuerwehren“, erklärte Holger Bormann.
Bormann ergänzte: „Diese Eindrücke sollten möglichst viele junge Menschen erleben können. Ich wünsche mir, dass künftig noch mehr Schulklassen aus Niedersachsen die Möglichkeit erhalten, diese wirklich interessante und beeindruckende Messe zu besuchen – auch Schülerinnen und Schüler ohne direkten Bezug zur Feuerwehr. Hier können wir als Mittelstand sicher unterstützen.“
Olaf Kapke betonte abschließend die gemeinsame Verantwortung für die Zukunft: „Wir wollen im Austausch bleiben und vor allem für junge Menschen Angebote schaffen. Die Feuerwehr war, ist und bleibt ein wichtiger Ansprechpartner vor Ort – auch für die zukünftigen Entscheidungsträger unseres Landes.“
Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion Niedersachsen und der Landesfeuerwehrverband Niedersachsen wollen den begonnenen Dialog fortsetzen und gemeinsame Ansätze weiterentwickeln.
