Hannover, 3. Februar 2026 – Der Arbeitskreis Energie der MIT Niedersachsen begrüßt grundsätzlich die nun vorgelegten Eckpunkte der Bundesregierung zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG). Nach einer langen und kontrovers geführten öffentlichen Debatte entsteht endlich die notwendige Klarheit für Eigentümer, Handwerk und Energiewirtschaft. Diese Verlässlichkeit ist entscheidend, um Entscheidungen nicht länger aufzuschieben und Investitionen wieder in Gang zu setzen.
Positiv bewertet der Arbeitskreis insbesondere die grundsätzlich kostenorientierte Ausrichtung im GMG sowie die Abschaffung der bisherigen 65 Prozent Vorgabe, die in der Konkretisierung des Gesetzes durch einen breiteren Technologiemix ersetzt wird und marktliche Ansätze etablieren kann. Künftig bleiben moderne Gasheizungen ebenso zulässig wie Wärmepumpen, Fernwärme oder Hybridlösungen, wobei ab 2029 ein steigender Bioanteil („Bio Treppe“) vorgesehen ist. Diese Flexibilität schafft nicht nur Planungssicherheit, sondern ermöglicht gleichzeitig wirtschaftlich angepasste Lösungen für unterschiedliche Gebäudetypen.
Für den Arbeitskreis Energie bleibt jedoch zentral, dass die Systemkosten dauerhaft im Blick behalten werden. Die Diskussion der kommenden Monate darf sich nicht erneut in ideologischen Gräben verlieren – das dominante Narrativ müssen die Kosten bleiben. Die Eckpunkte liefern hierfür eine solide Basis, doch ihre Umsetzung muss konsequent und wirtschaftsorientiert gedacht werden. Auch der klar definierte Zeitplan – mit einem geplanten Inkrafttreten vor dem 1. Juli 2026 – bietet die Chance, Marktverunsicherungen zu beenden und die Modernisierung im Gebäudebestand effizient voranzubringen.
„Kosteneffizienz und Planungssicherheit müssen in den Mittelpunkt der anstehenden Ausgestaltung rücken. Die Eckpunkte sind ein guter Ausgangspunkt, aber sie sind erst der Anfang. Entscheidend wird sein, das Gesetz so weiterzuentwickeln, dass Eigentümer und Wirtschaft langfristig verlässlich und bezahlbar modernisieren können.“, so Frank Düssler, Leiter Arbeitskreis Energie der MIT Niedersachsen.
