02.03.2026 - Hannover. Das Bundeswirtschaftsministerium unter der Leitung von Katharina Reiche geht nun die schon lange geforderte Anpassung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes an die Marktgegebenheiten an. Der Arbeitskreis Energie der MIT Niedersachsen begrüßt diesen Schritt ausdrücklich.
Der unkontrollierte Zubau von Dachflächen-PV-Anlagen führte in den letzten Jahren zu verstopften Stromnetzen und negativen Strompreisen, die die Allgemeinheit über steigende Netzentgelte ausgleichen muss. Der Wegfall der EEG-Umlage für PV-Strom von Dachanlagen ist der richtige Schritt, denn die EEG- Umlage wird seit 1. Juli 2022 über den Bundeshaushalt und damit die Steuerzahler gegenfinanziert.
Dachflächen-PV-Anlagen rechnen sich bereits heute über kostengünstige Solarmodule und Batteriespeicher und benötigen keine Subventionierung durch die Allgemeinheit. Daher sieht die MIT Niedersachsen nicht die Befürchtungen anderer Parteien, dass damit die Energiewende behindert wird. Auch aus dem Blickwinkel der sozialen Gerechtigkeit ist dies der richtige Schritt, denn die Errichtung von Dachanlagen ist für den Großteil der Bürgerinnen und Bürger nicht möglich, die steigenden Kosten tragen sie aber mit.
„Wir begrüßen ausdrücklich die Schritte von Frau Ministerin Reiche,“ so MIT-Mitglied Felix Kruse “, denn der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien kann nur erfolgreich sein, wenn in der Zwischenzeit unnötige kostentreibende Subventionen zurückgenommen werden und marktwirtschaftliche Regeln zu greifen beginnen.“
